Freitag, 24. Juli 2015

Zeit für Bilder!


Otago Penninsula

Kepler Track No.1 

Kepler Track No.2

Bei den "Pancake Rocks"

Die "Pancake Rocks" oder in der Sprache der Maori auch
"Punakaiki" Rocks

Lake Hawea

Treble Cone Ski Field.
Hier wurde auch schon für den Hobbit gedreht.

Ausblick vom Treble Cone

Abel Tasman Coastal Park No.1 

Abel Tasman Coastal Park No.2

Abel Tasman Coastal Park No.3

Nelson von oben

"Großes Kino" in Nelson

In Nelson

Dienstag, 21. Juli 2015

Neue Ziele, neue Wege Teil 1

Nach den beiden verhältnismäßig sehr kurzen Flügen (1 Stunde nach Sydney und 3 von Sydney nach Christchurch) kam ich am späten Abend in Christchurch an. 
Nachdem ich die strenge Einreisekontrolle passiert hatte und den Flughafen verließ, bemerkte ich sofort den Unterschied zu Australien. Die Temperaturen. Während es in Brisbane noch ganz angenehme 20° waren, kam es mir hier vor als wären Minusgrade. 
Und da stand ich nun. Es war kalt, es regnete und ich wusste noch nicht einmal wo ich schlafen sollte. Da es in Neuseeland so wahnsinnig viel unberührte Natur gibt, hatte ich vor viel zu campen. Aber wo soll man mitten in Christchurch im Zelt schlafen? Die Antwort fand ich eine gute Stunde entfernt vom Flughafen. In einem Park errichtete ich mein Nachtlager. Nicht gerade konventionell und deshalb entschied ich mich auch noch im Dunkeln wieder alles zusammenzubauen. Gesagt getan. 
Am nächsten Morgen versuchte ich mich an meinem nächsten Experiment: das Trampen in Neuseeland. Vorher noch nie gemacht viel es mir schon ein wenig schwer, mich an den Straßenrand zu stellen und fremde Leute darum zu bitten, mich mitzunehmen. Am ersten Tag hatte ich keinen Erfolg. Ob mir die Leute angesehen haben, dass ich das das erste Mal mache? Sicher nicht. Aber wahrscheinlich lag es daran, dass ich an der falschen Stelle stand. 
Die nächsten Tage flutschte es jedoch. Ich lernte eine interessante Person nach der anderen kennen. Jeder mit seiner eigenen Geschichte. Von Christchurch ging es die Ostküste Neuseelands bis nach Dunedin und Invercargill hinunter. Dann fuhr ich nach Te Anau, ein kleiner Ort wunderschön am See gelegen. Dort wollte ich wandern. Da es jedoch so viel Schnee wie seit Jahren nicht mehr gegeben hatte, war dies nur sehr eingeschränkt möglich. Und so machte ich nur eine 2-Tages-Tour, welche aber dennoch bilderbuchreif war. 
Mittlerweile hatte sich abgezeichnet, dass meine Cousine mich noch besuchen würde und wir noch zusammen reisen werden. Da bis dahin (sie kommt erst am 15. Juli) noch ein wenig Zeit war, beschloss ich die verbleibende Zeit zu nutzen um Sachen zu machen, welche ich mit ihr nicht mehr schaffen würde.
So war auch für das Snowboardfahren in Neuseeland Zeit. Von ein paar Einheimischen habe ich mir ein Skigebiet empfehlen lassen und so war meine Wahl schnell getroffen. Treble Cone, sei das Beste, was Neuseeland zu bieten hat. Und so machte ich 3 Tage die Pisten von Treble Cone unsicher. 
Mehr erfahrt Ihr in Teil 2 meines Neuseeland- Reiseberichtes! Auch Bilder von dieser unglaublich schönen Insel folgen.

Zeit der großen Abschiede

Gute 2 Wochen blieben uns nun noch. Wie bereits vor langem geplant, verbrachten wir noch ein paar Tage im wunderschönen Byron Bay und zwischen den Hochhausschluchten von Surfers Paradies. Danach fuhren wir nach Brisbane, um dort noch unseren guten Matt zu verkaufen. Das schafften wir auch und nun hieß es all unsere Sachen wieder in unsere Backpacks zu verstauen und für die letzte Nacht in ein Hostelzimmer mit 3 fremden Menschen zu ziehen. Nach so einer langen Zeit nur unter uns war das ganz schön ungewohnt. 

Skyline von Surfers Paradies

Am nächsten Tag, es war der 18. Juni, hieß es dann Abschied nehmen. Aber nicht nur von Australien. Sondern auch voneinander. 
Während es für die Mädels nach Hause ging, hatte ich mich entschieden, noch länger
“downunder „ zu bleiben. Allerdings nicht in Australien. Hier hatten wir ja bereits so viel gesehen. Nein, statt schon eher nach Hause zu fliegen entschied ich mich noch nach Neuseeland überzusetzen. Und so hatte ich bereits einen Flug über Sydney nach Christchurch gebucht. 
Rese und Rachel, welche später an diesem Tag fliegen sollten, begleiteten mich zum Flughafen. Nach guten 7 Monaten des gemeinsamen Reisens waren wir echt zusammengewachsen und der Abschied viel schwer. Vielen Dank euch beiden für die tolle Zeit!
Nun brach für mich eine neue Zeit an. Ganz alleine gestellt war ich nun. Hatte alle Entscheidungen selbst zu treffen. Ob und wie es mir gelang mit dieser Umstellung umzugehen berichte ich beim nächsten Mal. Also bis dahin! 

Euer Lukas.

Montag, 13. Juli 2015

Ins Red Centre und hinaus

Nach dem Kings Canyon machten wir uns also auf den Weg nach Alice Springs, sozusagen in die Hauptstadt des Outbacks. „Nur noch“ 500 km waren es bis dort hin. Hier und dort fuhr man durch Buschland. Die Landschaft änderte sich jedoch nicht. Es blieb flach und die Wüste begleitete uns bis kurz vor Alice. Dort allerdings wurde es hügelig und wir fanden Alice, umgeben von Bergland, wieder. Den MacDonnell Ranges. Zu sehen bekommt man hier zum Beispiel ein Museum vom Royal Flying Doctor Service. Diese Organisation bringt via Flugzeug medizinische Hilfe bis in die entlegensten Gebiete des Outbacks. Nach einem sehr interessanten Film über diese fliegenden Ärzte sahen wir uns außerdem die Telegraphenstation an, welche sozusagen der Grund für die Entstehung der Stadt war. 

Museum der Flying Doctor Station
in Alice Springs

Ursprung der Entwicklung von Alice: die Telegraphenstation

Zum Sonnenuntergang beklommen wir den Anzac Hill, von welchem man einen tollen Überblick über die Stadt hat. 

Aussicht vom Anzac Hill. 
Im Hintergund die MacDonnell Ranges.

Anzac Memorial

Damit hatten wir auch schon wieder das Wichtigste von Alice Springs gesehen. 
Am nächsten Tag machten wir uns auf die wohl längste zusammenhängende Fahrt unserer Reise. 
Über 3000!! Kilometer waren es aus dem Outback hinaus und an der Ostküste entlang zurück nach Brisbane. Nie zuvor bin ich so lange in einem Auto unterwegs gewesen. 3 Tage am Stück sind wir durchgefahren. Unvorstellbar. Und gut die Hälfte der Strecke führte durch das Outback. Dies bedeutete für Stunden immer nur das Gleiche zu sehen. Wüste und Straße. Ab und zu kam ein Truck vorbei und man war froh, einmal wieder Menschen zu sehen. Die Gefahr, müde zu werden, war groß. Aber zum Glück waren wir zu dritt und selbst Rese, welche sich sonst eher scheute mit unserem langen Gefährt zu fahren, schrubbte fleißig Kilometer. 
Bisher unfallfrei durchgekommen, passierte dann auf unsere letzten Tage leider doch noch etwas. Es dämmerte bereits. Ich saß einmal wieder am Steuer. Als plötzlich aus den Büschen neben der Straße ein Kangaroo sprang. Bei Tempo 110 schaffte ich es kaum noch abzubremsen. Unser Matt hatte leider keine Roo bar , so nennt der Australier den Frontschutzbügel, und so war unsere Stoßstange hinüber. 

Selbst ist der Mann: Kaputte Stoßstange austauschen

Dennoch kamen wir unversehrt an unserem vorletzten Ziel an und das ist ja das Wichtigste!




Montag, 6. Juli 2015

Uluru und die Katja Tjuta

Da wir es am Abend zuvor noch fast bis zum Uluru geschafft hatten, waren wir am Morgen schon so gut wie da. Am Eingang zu dem Nationalpark wurden wir das erste Mal in einem Nationalpark zur Kasse gebeten. Ganze 25$ kostete der Eintritt. Aber nun hatten wir es soweit geschafft, da sollte uns das nun auch nicht mehr abhalten. Gut war, dass die Eintrittskarte für weitere 2 Tage gültig war. 
Und da stand er nun. Mitten in der flachen Wüste dieser 350 Meter hohe Berg. 
Als erstes wanderten wir um den halben Berg. Hinaufsteigen kann man auch, dies wollen jedoch die Aborigines nicht und das respektierten wir. Danach warteten wir auf den berühmten Sonnenuntergang, bei welchem der Ayers Rock farbenfroh erscheinen sollte. Lange Zeit konnten wir davon jedoch nichts sehen. Da es an diesem Abend auch sehr bewölkt war hatten wir auch schon fast aufgegeben. Doch dann in letzter Sekunde. Aber seht selbst:



Am nächsten Morgen machten wir ein paar Fotos mit unserem Matt vor dem Uluru:


Danach fuhren wir zu den nicht weit entfernten Katja… Viele sagen diese sind eigentlich viel schöner als der Uluru. Hier wanderten wir auch eine ganze Weile. Pünktlich zum Sonnenuntergang  erreichten wir die Aussichtsplattform für den Sonnenuntergang über den Katjas.

Die Katja Tjutas, oder auch Olgas

Am nächsten Tag machten wir noch einen Abstecher zum Kings Canyon. Hier hatte ein Fluss eine beeindruckende Schlucht in den Stein geschnitten. 



Im Kings Canyon: Oase mitten in der Wüste

Da hier außer dieser Attraktionen nicht mehr zu sehen war, fuhren wir weiter in Richtung Alice Springs. Aber darüber das nächste Mal.
Adelaide und unsere ersten Outback- Erfahrungen

Adelaide, die Hauptstadt vom South Australia, war wieder eine der ruhigeren Städte. Wenig Trubel herrschte an diesem Freitagmorgen, an dem wir in die Stadt kamen. Als Erstes wollten wir uns das South Australia Museum anschauen. Rein zufällig begann kurz nachdem wir dort ankamen eine kostenlose Führung. So bekamen wir einen sehr informativen und gebündelten Eindruck von dem Museum. Nach einem kurzen Bummel durch das Zentrum, fuhren wir noch zu der „Haigh´s“ Schokoladenmanufaktur. Dort sahen wir den Herstellungsprozess der Pralinen (immer noch von Hand!) und probierten natürlich auch einmal von diesen Köstlichkeiten. 


Lecker! Haighs Chocolates

South Australian Museum

Am nächsten Tag schon fuhren wir ins Outback. Schnell wurde uns klar, was das bedeutet. 
Schier endlose Weite. Überall wo man hinschaute: Nichts. Es war bereits dunkel als wir an unserem Schlafplatz ankamen. Spuds Roadhouse bestand aus einem kleinen Shop und einer Tankstelle. Davor befand sich ein umzäunter „Parkplatz“. Hier schlief wirklich jeder, der auf der Durchreise war. Von großen Bussen über Wohnmobile bis hin zu Campervans wie unserem Mat. An die 60 Fahrzeuge standen dort zusammengepfercht irgendwo im Nirgendwo. 


Am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Coober Pedi. Dort befindet sich die weltweit größte Abbaustelle von Opal. Opal ist ein funkelndes Material, welches vor allem bei Schmuck sehr beliebt ist. Es entstand im Laufe der Jahrmillionen aus Knochen von Urtieren, welche sich durch Druck zu Opal formten. Dies erfuhren wir bereits im South Australia Museum. 

Trostlos: Coober Pedi

Bei einem kleinen Einkauf merkten wir was Outback auch bedeutet. Gut das Doppelte des sonst schon hohen Preises mussten wir zahlen. Zum Glück hatten wir den Großteil noch vor dem Outback besorgt.
Weiter ging es über die Grenze des Northern Territory Richtung Uluru. Als eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens durfte dieser natürlich nicht fehlen. Aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Die Grenze zum Northern Territory