Ins Red Centre und hinaus
Nach dem Kings Canyon machten wir uns also auf den Weg nach Alice Springs, sozusagen in die Hauptstadt des Outbacks. „Nur noch“ 500 km waren es bis dort hin. Hier und dort fuhr man durch Buschland. Die Landschaft änderte sich jedoch nicht. Es blieb flach und die Wüste begleitete uns bis kurz vor Alice. Dort allerdings wurde es hügelig und wir fanden Alice, umgeben von Bergland, wieder. Den MacDonnell Ranges. Zu sehen bekommt man hier zum Beispiel ein Museum vom Royal Flying Doctor Service. Diese Organisation bringt via Flugzeug medizinische Hilfe bis in die entlegensten Gebiete des Outbacks. Nach einem sehr interessanten Film über diese fliegenden Ärzte sahen wir uns außerdem die Telegraphenstation an, welche sozusagen der Grund für die Entstehung der Stadt war.
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| Museum der Flying Doctor Station in Alice Springs |
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| Ursprung der Entwicklung von Alice: die Telegraphenstation |
Zum Sonnenuntergang beklommen wir den Anzac Hill, von welchem man einen tollen Überblick über die Stadt hat.
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Aussicht vom Anzac Hill.
Im Hintergund die MacDonnell Ranges.
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| Anzac Memorial |
Damit hatten wir auch schon wieder das Wichtigste von Alice Springs gesehen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf die wohl längste zusammenhängende Fahrt unserer Reise.
Über 3000!! Kilometer waren es aus dem Outback hinaus und an der Ostküste entlang zurück nach Brisbane. Nie zuvor bin ich so lange in einem Auto unterwegs gewesen. 3 Tage am Stück sind wir durchgefahren. Unvorstellbar. Und gut die Hälfte der Strecke führte durch das Outback. Dies bedeutete für Stunden immer nur das Gleiche zu sehen. Wüste und Straße. Ab und zu kam ein Truck vorbei und man war froh, einmal wieder Menschen zu sehen. Die Gefahr, müde zu werden, war groß. Aber zum Glück waren wir zu dritt und selbst Rese, welche sich sonst eher scheute mit unserem langen Gefährt zu fahren, schrubbte fleißig Kilometer.
Bisher unfallfrei durchgekommen, passierte dann auf unsere letzten Tage leider doch noch etwas. Es dämmerte bereits. Ich saß einmal wieder am Steuer. Als plötzlich aus den Büschen neben der Straße ein Kangaroo sprang. Bei Tempo 110 schaffte ich es kaum noch abzubremsen. Unser Matt hatte leider keine Roo bar , so nennt der Australier den Frontschutzbügel, und so war unsere Stoßstange hinüber.
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| Selbst ist der Mann: Kaputte Stoßstange austauschen |
Dennoch kamen wir unversehrt an unserem vorletzten Ziel an und das ist ja das Wichtigste!





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