Donnerstag, 4. Juni 2015

Canberra, die "Buschhauptstadt"

Von den Blue Mountains führte unser Weg weiter Richtung Canberra. Wir hielten aber noch einmal an einer Tankstelle, um zu schlafen und mal wieder zu duschen. Dieses Mal gab es sogar warme Duschen, was mittlerweile echt zu Luxus geworden ist. 
Am nächsten Morgen machten Rese und ich noch Bekanntschaft mit einem verrückten Australier. 
Nach einem kleinen Plausch, mit dieser wirklich sehr inspirierenden Persönlichkeit, kam heraus, dass Steve auch nach Canberra unterwegs war, um seine Enkeltöchter zu besuchen. Nachdem er uns bereits mit heißem Wasser für einen Tee versorgt hatte, bot uns an, ihm nach Canberra zu folgen. Hier wollte er uns gleich zu den schönsten Plätzen zu führen. Rachel fuhr bei ihm mit und wir beide hinterher. Auf dem Weg nach Canberra wurd es immer deutlicher: Selbst hier in Australien kommt man nicht am Herbst und dem darauf folgenden Winter vorbei. Zumindest nicht in diesen Breiten.  Es fühlte sich ganz komisch an, nach fast einem ganzen Jahr nur Sommer. 

Künstlich angelegter See von Caberra

 Canberra, am Reißbrett geplant, nachdem sich Sydney und Melbourne um den Titel der Hauptstadt gestritten haben war sehr langweilig. Im Zentrum war einfach nichts los im Vergleich zur lebendigen Innenstadt Sydneys. Dadurch, dass die Stadt auch erst seit 1926 existiert gab es auch nicht wirklich Sehenswürdigkeiten. Außerdem wurde die Lage sehr ungünstig gewählt. Um die Stadt vor eventuellen Angriffen vom Meer zu schützen baute man sie 150 km vom Meer entfernt ins Nirgendwo. Auch dies tut dem Tourismus der Stadt nicht gerade gut. 
Und so sahen uns lediglich das Kriegsdenkmal, das neue Parlamentsgebäude und das wirklich schöne National Museum of Australia an. Canberra war also locker an einem Tag zu bewältigen. Bereits am nächsten ging es wieder zurück zu unserer geliebten Ostküste.


Das Kriegsdenkmal


Das neue Parlamentshaus während der Dämmerung

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