Freitag, 24. April 2015

Farmwork No.2 

Da unsere Reisekasse, vor allem die der Mädels, nach dem Autokauf und der Registrierung schon wieder ziemlich erschöpft war entschieden wir uns noch einmal zu arbeiten. Und wo werden hier immer helfende Backpackerhände gesucht? Natürlich. Auf den vielen Farmen. Schon in Cairns hatten wir uns nach einer Farm auf unserer Route umgeschaut, leider aber noch nichts passendes gefunden gehabt. Da kam uns ein Namensvetter von mir genau richtig. Wie konnte es anders sein- auch ein deutscher. Er erzählte den Mädels, dass er gerade von einer Farm kommt, auf der bald Avocados reif zum ernten sind. 2 Wochen würde das wohl dauern. Da wir eh nicht noch einmal so lange bleiben wollten hörte sich das perfekt für uns an. Als wir dann in den Tablelands waren, wo sich auch die Farm befindet, war nach einem Anruf schnell ein Treffen mit dem Farmer arrangiert. Nach etwas längerem Suchen und über einer Stunde Fahrt fanden wir uns irgendwo im nirgendwo wieder. Links und rechts Felder mit Mangobäumen. Auf unseren treuen App war die Straße nicht einmal eingezeichnet. Letztendlich fanden wir dennoch zu der Farm. Wir unterhielten uns mit dem Farmer und er meinte sie würden uns nehmen, aber erst die folgende Woche anfangen. Na gut. Nicht das optimalste aber wir hatten Arbeit. Wie bereits im letzten Post beschrieben nutzten wir die eine Woche Zeit damit die Tablelands zu erkunden. Als dann endlich wieder Montag war fuhren wir wieder zurück zur Farm. Am nächsten Tag ging es dann los. Wie uns bereits angekündigt wurde arbeiteten wir im packing shed. Die Mädels packten, mit 6 anderen, die Avocados nach Größe und Qualität sortiert in Kisten. Ein anderer und ich waren dafür zuständig die Avocados mit Aufklebern zu versehen und die fertig gepackten Kisten zu stapeln. Keine schwere Arbeit. Wurde aber mit der Zeit echt langweilig. Als wir dann unterbrochen von ein paar freien Regentagen 2 Wochen gearbeitet hatten neigten sich Walters, so hieß unser Farmer, Avocados dem Ende entgegen. Da wir aber gerne noch länger arbeiten wollten empfahl er uns doch mal seinen Nachbar zu fragen. Dieser suche wohl noch Leute zu Avocados picken. Und so landeten wir noch 2 weitere Wochen, dieses Mal ohne Regen, bei Ian, dem Nachbar. Picken war nicht wirklich schwerer. Wir grasten in einer Gruppe von ca. 10-15 Leuten jeden Baum nach den Avocados ab und schütteten sie von unseren kleinen Eimern in einen großen Bottich, welcher dann zum verpacken gefahren wurde. So verbrachten wir dann also noch einmal insgesamt einen Monat mit arbeiten. Nun hatten wir aber alle endlich genug Geld um unseren Tripp zu starten. Und so ging es sofort nach unserem letzten Arbeitstag los. Unsere erstes Ziel hieß Mission Beach. Ein traumhafter Strand, soviel schon einmal vorneweg. Aber den Rest schreibe ich beim nächsten Mal. Also bis dahin!

Die Mädels beim Avocados einsortieren

Avocados... 

So hingen sie am Baum

Und das sind die Bäume aus

Montag, 6. April 2015

The Tablelands

Nachdem wir also auch den nördlichsten Teil Queenslands mit unserem Matt, so hatten wir unseren Van mittlerweile getauft, erkundet hatten ging es gezwungener Maßen noch ein Mal zurück nach Cairns. Dort verbrachten wir eine letzte weitere Nacht bevor wir das Reef Backpackers endgültig verließen. Denn nun ging es aufwärts. Über enge, kurvige Bergstraßen kämpften wir bis hoch in die Tablelands, eine Hochebene von ca. 300 m über dem Meeresspiegel. Unterwegs machten wir Halt in einem kleinen Örtchen namens Kuranda. Hier hinauf fährt auch ein bei Touristen sehr beliebter Zug, welcher sich durch Schluchten und an Wasserfällen vorbeischlängelt. In Kuranda endet dieser in einem von Pflanzen überwuchertem Bahnhof. 

Kuranda Scenetic Railway

Aber auch eine Gondelbahn fährt den Berg hinauf. Dadurch ist das kleine Dörfchen sehr vom Tourismus geprägt. Überall gibt es Souvenirläden und es wimmelt nur so von schrill angezogenen Chinesen mit ihren Kameras- nicht so unser Ding. Also liefen wir einmal hindurch, schauten uns den Bahnhof an und weiter ging es. 
Übernachtet haben wir, wie auch noch ein paar weitere Nächte bei Atherton an einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Zu Zeiten des 2. Weltkriegs befand sich dort nämlich ein Lazarett für Kriegsverletzte. Heute ist dort eine Gedenkstätte. 

Der Nachthimmel über dem War Memorial

Die folgende Woche verbrachten wir damit, die vielen Wasserfälle in den Tablelands zu erkunden. Millaa Millaa, Malanda, Zillie, Josephine und wie sie alle hießen. Wir besuchten sie alle. Die Natur hier ist wirklich unglaublich schön! 
Normaler Weise benötigt man niemals eine ganze Woche um sich die Tablelands anzuschauen. Wir hatten aber leider keine andere Wahl. Aber das erkläre ich im nächsten Beitrag.



Übernachten hoch über den Tablelands